Am Samstagmorgen traf sich die Flumser Delegation, bestehend aus Anita Kurath,
Marco Camuso, Patrick Fischli, Giuseppe Del Veccio und Thomas Zanettin, am Bahnhofplatz
in Flums, um sich gemeinsam auf den Weg in das berühmt-berüchtigte
Sommerlager des Schweizerischen Kyokushinkay Karate Verbandes zu machen.
Wie immer, waren wir Flumser wieder mal die Ersten. Empfangen wurden wir vom
Shihan Peter von Rotz und dem Verbandskassier Sempai Santos Belsué. So
gegen zehn Uhr, nachdem organisatorisch alles bereitgestellt war und wir unsere
Pässe abgegeben hatten, durften wir die sehnlichst erwartete Truppenunterkunft
- sprich Zivilschutzanlage - beziehen.
Man merkte sofort, wer schon Militärdienst geleistet hatte und somit ein
"richtiger Mann" geworden ist und wer noch ein Weichei war. Machten
doch einige weibliche und männliche Karatekas ihrem Unmut gegenüber
einer solchen High-Tech-Unterkunft akustisch Luft. Den richtigen Männern
aber schlug, nachdem sie den ersten Lungenzug der speziellen Bunkerluft eingezogen
hatten, das Herz höher.
Das beziehen der Unterkunft bot auch die erste Gelegenheit, mit den anderen
Teilnehmern den ersten Kontakt zu knüpfen. Es stellte sich heraus, dass
dies ein internationales Trainingslager geworden ist. Waren doch Karatekas mit
diversen Nationalitäten dabei - neben der Schweiz auch aus Italien, Polen,
Tschechien, Deutschland, Spanien.....
Für die Kommunikation beschränkten wir uns auf Deutsch, Englisch und
Gebärden.
Wie wir schon bald erfahren sollten, wurde das Lager nicht an einen fixen Terminplan
gebunden. Aufgrund der Erfahrungen aus vergangenen Lagern, wollte man die Flexibilität
wahren, sich dem Wetter anzupassen und, vor allem wegen der Kids, viel Spass
und Unterhaltung auch ausserhalb der Trainings haben.
So unternahmen wir in diesen Tagen verschiedene Ausflüge. Ein spezielles
Erlebnis für Gross und Klein war die Rodelbahn auf Wirzweli oberhalb Dallenwil.
Leider wurde dieser Ausflug von einem tragischen Ereignis überschattet.
Unser Giuseppe wurde von einer Geis gebissen. Seither muss er, immer bei Vollmond,
als Wer-Geis in die Nacht hinaus meckern ;-)
Aber auch eine Bootsfahrt über den Vierwaldstädtersee mit anschliessendem
Spaziergang - es gab ein paar wenige, die sprachen von Wanderung - brachte uns
Abwechslung in den Trainingsalltag.
Das Lager, welches vom 09.-13. Juli dauerte, wurde jedoch von zwei Höhepunkten
eingerahmt. Der eine Höhepunkt war die Prüfung vom Samstagabend und
der andere die Saionara-Party am Dienstagabend.
Die Prüfung war, wie uns von ehemaligen Teilnehmern vorhergesagt worden
ist, speziell - aber man muss es erlebt haben. Es ist jedenfalls schon etwas
anderes als im eigenen Dojo. Schlussendlich bestanden von sieben Prüflingen
lediglich zwei die Prüfung - Marco und Dominik (Balzers). Wir anderen müssen
nochmals hinter unsere Techniken.
Die Saionara-Party bildete ein geselliger Abschluss des Lagers. Den erfolgreichen
Schwarzgurt-Kandidaten wurden die Diplome überreicht und unsere guten Fehen
sorgten ein letztes Mal für unser leibliches Wohl. In der eigens für
diesen Abend eingerichteten Disco konnte, wer noch bei Kräften war, abtanzen
und für die, die es ruhiger angehen wollten, wurde eine Diashow über
das Sommerlager präsentiert.
Am Mittwoch ging es dann wieder nach Hause. Ein interssantes und erlebnisreiches
Trainingslager war zu Ende.
Unsere Truppe in diesem Lager
![]() Die komplette Crew. |
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Captain Shihan... |
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| Text: | Tom | |
| Foto: | Tom und SKK |